Donnerstag, 17. November 2016

amy chaplin // celebrating whole food

amy chaplin celebrating whole food I fräulein text

Mit über 150 veganen und vegetarischen Rezepten
aus Amy Chaplins bunter und köstlicher Vollwertküche
Amy Chaplin

408 Seiten
Unimedica 


Wenn es ums Essen geht, bin ich leidenschaftlich (ziel-)sicher - mal in die eine, mal in die andere Richtung. Aufgewachsen in den Achtzigerjahren, war die >Vollwertküche< der Geschmacksstempel meiner Kindheit - und bestimmt nicht nur meiner ;) Barbara Rütting und Co. gaben Inspiration für das, was auf den Tisch kam und noch heute blättere ich mich gerne durch zwei der damaligen Standardwerke, die mittlerweile so viele Aromasommerspossen tragen (Suppe, Soße, Teig), das ich sie gar nicht mehr zählen kann: >Biologisch kochen und backen< von Helma Danner (mittlerweile in einer aktualisierten Auflage) und >Meine Vollkornbackstube< von Rita Raffelt. Wer hier allerdings (schon länger) mitliest, weiß auch, dass ich dem klassischen Süß nicht abgeneigt bin. Alles zu seiner Zeit, alles in Maßen, immer auf der Suche nach der Mitte.

Deshalb freue ich mich sehr über Amy Chaplins Kochbuch >Celebrating Whole Food<, das in diesem Herbst als deutsche Version erschienen ist. Es bringt mich wieder ein Stück zurück (zu mir), und das gefällt. Mit seinen 408 Seiten ist es fast schon ein Lesebuch mit Rezepten. Eines, das Zeit braucht, Muße, Interesse, Motivation, Gelegenheit. Es frischt zugleich Wissen auf und den eigenen Vorratsschrank, und ist dabei modern, animierend, inspirierend und persönlich. Amy Chaplin ist mir einfach unglaublich sympathisch - und das ist definitiv ein weiteres Kochplus. Neben den Rezepten, die zweifelsfrei wichtig sind, mag ich fast noch lieber DIE Kochbücher, hinter denen eine Person zu erkennen ist, die das, was sie tut, lebt und liebt. Und um ehrlich zu sein, ist Amys Windhund Percy auch nicht ganz unschuldig an meiner Sympathie :)

Das Buch liegt nun schon seit einigen Wochen bei mir zuhause, gekocht habe ich - das muss ich fairerweise einräumen - noch nicht daraus und dennoch empfehle ich es mit absolut gutem Gewissen. Weil es etwas mit mir macht. Es schafft Bewusstsein für Lebensmittel, Ehrfurcht vor der Natur, und Sensibilität für den eigenen Körper. Es ist authentisch, detailliert, mit ausführlicher Warenkunde und Sachwissen. Bevor es an die 150 veganen und vegetarischen Rezepte (Frühstück, Suppen, Salate, Snacks, Knabbereien, Getränke, vollwertige Hauptgerichte, Desserts) geht, gibt es eine Einführung der wichtigsten Vorräte. Die, das möchte ich doch anmerken, teilweise schon ungewöhnlich oder exotisch sind, und damit nicht in jedem Kleinstadt/Supermarkt zu haben. Auch die Rezepte selbt sind eher für ambitionierte Köche mit ... ja, Zeit und Muße.

Optisch ist das Buch zurückhaltend appetitlich gestaltet mit relativ viel Text für ein Kochbuch, ohne dabei jedoch überfrachtet zu wirken. Vegane Gerichte sind jeweils gekennzeichnet. Hier gibt es eine Leseprobe. Informationen zum englischen Original finden sich auf Amys Blog - und dieses englischsprachige Video (die deutsche Version gibt's hier) liefert einen weiteren Vorgeschmack. 

Insgesamt ist >Celebrating Whole Food< ein Buch (so finde ich), das nicht absolut ist. Es liefert Impulse - und die gefallen mir. So werde ich wohl auch in Zukunft immer mal wieder in die eine und in die andere Richtung kochen und backen . . .

// Vielen herzlichen Dank an den Narayana Verlag, der meine Kochbibliothek mit diesem Rezensionsexemplar auf meine Anfrage hin bereichert hat.

Kommentare:

  1. Ohja, das hört sich inspirierend an. Schon so lange gabs kein Kochbuch mehr - vielleicht dieses?!
    sonnige Grüße...

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. mein gedanke :)
      schön, dass es auf deine ohren stößt, micha . . .

      Löschen

Ich danke - und freue mich :)